FB27: Behinderte in der Landwirtschaft: Zwischen Resignation und Behauptung

Der Situation körperlich behinderter Menschen im landwirtschaftlichen Betrieb wird immer noch zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei zählt die Landwirtschaft zu den unfallträchtigsten Wirtschaftssparten. Die Wahrscheinlichkeit, eine permanente körperliche Beeinträchtigung zu erleiden, ist aufgrund der Struktur der landwirtschaftlichen Lebens- und Arbeitswelt, aber auch der oftmaligen Geringschätzung von Gefahrenquellen besonders hoch.

 

Der Forschungsbericht hat neben einer Analyse der verschiedenen Behindertenbegriffe und rechtlichen Situation Behinderter in Österreich die Evaluierung der Möglichkeiten einer beruflichen und sozialen Rehabilitation von Körperbehinderten in der Landwirtschaft zum Thema. Es wird aufgezeigt, daß eine körperliche Behinderung nicht unbedingt in eine soziale Sackgasse münden muß, daß durchaus Möglichkeiten einer beruflichen und sozialen Rehabilitation und Partizipation als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft bestehen.

Mittels oft relativ einfacher organisatorischer Umstellungen, technischer Hilfsmitteln und Umbauten lassen sich im Bereich eines landwirtschaftlichen Betriebes Maßnahmen bewerkstelligen, welche den betroffenen Menschen über Selbstbetätigung zu Selbstbestätigung und einem höheren Selbstwertgefühl verhelfen.

Forschungsbericht Nr. 27 der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Wien 1991.
285 Seiten mit 60 Tabellen, € 7,99

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