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Lebensrealitäten von Frauen in ländlichen Regionen (2005)

Zwischen Marginialisierung und lebbarer Vielfalt

Die Konstituierung von räumlichen und gesellschaftlichen Strukturen ist ein wechselseitiger Prozess, in dem Frauen aufgrund ihrer benachteiligten gesellschaftlichen Position weniger Möglichkeiten und Macht haben, gestaltend mitzuwirken. Ihr Zugang zu wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Ressourcen ist im Vergleich zu den Männern eingeschränkter. Dies hat entscheidende Auswirkungen auf die individuelle Lebensgestaltung und –bewältigung von Frauen. Um Mädchen und Frauen in ländlichen Regionen vermehrt selbstbestimmte Lebensperspektiven zu ermöglichen, ist es erforderlich, die „persönlichen“ Ressourcen mit den „äußeren“ Ressourcen einer Region zu verbinden. Durch die Öffnung des regionalen Klimas und eine geschlechtersensible Regionalpolitik soll längerfristig eine angemessene Partizipation von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen ländlicher Regionen erreicht werden und die Demokratisierung der Lebensverhältnisse von Frauen und Männern vorangetrieben werden.

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Oedl-Wieser, Theresia (2005): Lebensrealitäten von Frauen in ländlichen Regionen – zwischen Marginalisierung und lebbarer Vielfalt. In: Jahrbuch der österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie. Band 12 anlässlich der 12. ÖGA-Jahrestagung zum Thema „Armut und Reichtum im ländlichen Raum“, 26.-27.9.2002 an der Universität für Bodenkultur. Wien: facultas. 103-121.
(http://www.boku.ac.at/oega/Tagung/2002/02_Oedl.pdf)

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